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Den Anfang fand das Bogenschießen wahrscheinlich in der Eiszeit vor etwa 50.000 Jahren, denn so zeigten es die jüngsten Ergebnisse der Archäologen in Bir–el–Atir. Jedoch ist dieses Ergebnis nicht verläßlich, da das Material, das untersucht wurde, unter den äußeren Witterungseinflüssen sehr gelitten hat. Aber die Höhlenzeichnungen in Südfrankreich und Spanien vor 15.000 Jahren zeigen, daß es in Westeuropa trotz vieler Unstimmigkeiten der Experten wirklich den Bogen als Jagdwaffe gegeben haben muß.

Im Mittelalter war der Bogen als Kriegswaffe sehr erfolgreich im Einsatz, da er durch seine starken Zugkräfte von bis zu 90 Pfund die Pfeile so beschleunigte, daß sie jede Rüstung durchbohren konnten.  Der Siegeszug des Bogens konnte sogar nach der Einführung des Schwarzpulvers im Jahre 1340 noch für 100 Jahre in England fortgeführt werden.

Den Anfang des Bogenschießens als Volkssport machte aber der erste Bogenclub, der in der Schweiz 1264 mit dem Namen „Edle Pfeilbogengesellschaft der Stadt Bern“ gegründet wurde.
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In der heutigen Zeit hat sich bis auf ein paar neue Disziplinen nicht viel geändert.

JagdrecurveDie einfachsten und ältesten Bogenarten sind Langbogen
und Jagd-Recurve Bogen. Diese sind meist aus Holz oder
im Verbund mit Carbon oder Fiberglas gearbeitet.
Jagd–Recurve Bogen haben im Vergleich zu Langbögen
ein Bogenfenster und gebogene Bogenenden, die die
Energie besser ausnützen als Langbögen. Auch werden
unterschiedliche Pfeile geschossen, Jagd–Recurve-Schützen
schießen meist mit Alupfeilen im Gegenteil zu den
Langbogenschützen, die in der Mehrzahl Holzpfeile schießen.




Der olympische Recurve-Bogen ist einer der neueren Entwicklungen der Bogenhersteller, welcher mit Visier, Auszugshilfe und Stabilisatoren zur Gewichtsverteilung ausgestattet sein können. Dabei ist vielleicht noch zu erwähnen, was unter einer Auszugshilfe verstanden wird: Ein Metallblättchen ermöglicht dem Schützen, den Pfeil bis zu einer bestimmten Länge auszuziehen, so daß er immer den gleichen Auszug hat. Durch diese Hilfe ist es möglich, das Schußbild positiv zu beeinflussen. Die Auszugshilfe wird auch als sogenannter "Klicker" bezeichnet. Als Pfeile werden in der Regel Aluminium- oder Carbonpfeile benutzt, weil diese bessere und vor allem berechenbarere Eigenschaften haben als Holzpfeile. Die schnellsten und leichtesten Pfeile bestehen aus einem Verbund von einem Aluminiumrohr mit einer äußeren Carbonschicht.



Die neueste Entwicklung im Bogensport ist der Compound–Bogen der mit Stabilisatoren, wie bei einem Recurve Bogen, ausgestattet ist. In der freien Klasse ist er meist mit Visier inklusive Wasserwaage und Vergrößerungsglas bzw. einem Pin-Visier ausgerüstet. Das Pin-Visier besitzt für jede Entfernung einen eigenen Visierstift, so daß es nicht mehr notwendig ist, das Visier auf die verschiedenen Entfernungen zu verstellen. Das Besondere an einem Compound-Bogen ist jedoch die Aufhängung der Sehne, welche auf Rollen liegt, so daß eine Reduktion des Zuggewichts entsteht, sobald man eine bestimmte Auszugslänge erreicht hat. Es ist das ähnliche Prinzip wie bei einem Flaschenzug. Nach dem Erreichen dieses Endauszugs ist es dem Schützen nicht mehr möglich den Bogen weiter auszuziehen. Deshalb hat dieser Bogen im Prinzip auch eine Art Auszugshilfe. Die Pfeile, die ein Compound-Schütze in der Regel benutzt, sind die gleichen wie die des Recurve-Schützen, nur wesentlich stärker, um die höheren Kräfte auszuhalten.

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Hier sind sie nun die einzelnen Turnierarten beschrieben:

HallenturnierTurniere in der Halle werden im Winter
durchgeführt. Die Entfernung beträgt
18 m und geschossen werden 60 Pfeile
auf 40 oder 20 cm Auflagen, die die
Höchstpunktzahl von 10 Ringen in der
Mitte aufweisen.



Die wohl bekannteste Turnierart ist Fita, bei der man 72 Pfeile auf 70 m schießt. Diese Art des Schießens wird auch in der Olympiade durchgeführt. Die Scheibengröße liegt hier bei 122 cm. Die Höchstpunktzahl bei dieser Größe liegt bei 10 Ringen in der Mitte. Die Herausforderung bei diesem Schießen ist die richtige Einschätzung des Windes oder andere Witterungseinflüsse.

Bei einem Fita-Feld-Turnier wird auf schwarz-gelbe Auflagen geschossen. Dabei sind 12 Scheiben auf bekannter und 12 Scheiben auf unbekannter Entfernung aufgestellt. Die Enternungen bei Fita-Feld-Turnieren betragen zwischen 5 und 60 m. Die Höchstpunktzahl beträgt 5 Ringe. Das Interessante an dieser Art des Schießens ist jedoch, daß man nicht nur geradeaus, sondern auch nach unten oder oben schießen muß.

Eine weitere Art ist das 3-D-Turnier. Geschossen wird dabei auf dreidimensionale Tiernachbildungen in freier Natur, auch mit Bergauf- und Bergabschüssen. Die Tiere sind drei Zonen unterteilt: 1. Killzone, 2. Killzone und Körper. Dabei ist es ausschlaggebend, mit welchem Pfeil der Schütze das Kill oder den Körper trifft, denn je mehr Pfeile er braucht (jedoch maximal drei), um es zu treffen, desto weniger Punkte kann er erreichen. Die erreichbare Punktezahl kann hierbei zwischen 20 und 4 Punkte variieren. Dabei gibt es auch ein paar Sonderformen der Jagd, wie das Schießen einer Hunter-Runde, d. h. man hat nur einen einzigen Pfeil zur Verfügung, mit dem man dann treffen sollte, da es sonst keine Punkte gibt. Die Entfernungen sind unbekannt und variieren von 2 bis 80 m.

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